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Eingangsstufe

 

Die zweijährige Eingangsstufe stellt in Hessen eine Form des Schuleingangs dar, die als Alternative zur Regelschule angeboten wird. Fünfjährige Kinder werden ohne die sonstigen Eingangsvoraussetzungen, auf Wunsch der Eltern, aufgenommen. An der Bessunger Schule gibt es vier Eingangsstufenklassen. Pro Jahrgang werden bis zu 50 Kinder neu aufgenommen, die von einem pädagogischen Team (zwei Lehrerinnen, eine(m) Sozialpädagogin/gen) betreut werden.

Das stoffliche Pensum des ersten Schuljahres wird in der Eingangsstufe auf zwei Schuljahre verteilt und bietet den Kindern mehr Zeit, sich auf die veränderten Bedingungen der Schule einzustellen. Daher bietet die Eingangsstufe den Kindern einen gleitenden Übergang vom Kindergarten in die Schule. Die Kinder können so in aller Ruhe die Gruppe und die neue Umgebung kennen lernen, gemeinsame Regeln des Zusammenlebens zu erarbeiten und die eigene Arbeitsorganisation zu entwickeln. In der inhaltlichen Gestaltung erleben die Kinder zunächst eine Reihe von bekannten Elementen aus dem Kindergarten, die dann im Laufe der zwei folgenden Schuljahre Schritt für Schritt von schulischen Strukturen und Lernformen abgelöst werden.

Ziel ist vor allem im ersten Jahr der Eingangsstufe, Entwicklungsprozesse anzuregen und den Kindern Grundlagen für schulisches Arbeiten zu vermitteln. Dabei steht das ganzheitliche Lernen im Vordergrund, mit dem Ziel, über Bewegung und das Einbeziehen aller Sinne, die Lernbereitschaft, die Lernfähigkeit und den Auf – und Ausbau des Selbstbewusstseins zu fördern. Durch individuelle Förderung und differenzierte Lernangebote wird auf den Entwicklungsstand des einzelnen Kindes angemessen eingegangen.
 

1. Strukturen der Eingangsstufe 

Die Eingangsstufe wird in Jahrgangsklassen geführt. Jahrgangsübergreifende Aktivitäten entstehen durch die räumliche Verbindung der vier Klassen in offenen Phasen.

In der Eingangsstufe arbeiten Lehrerinnen und Sozialpädagogin/pädagoge für zwei Jahre gleichberechtigt im Team zusammen.

Jeder Wochentag in der Eingangsstufe weist feste Strukturen auf. Diese sollen den fünf- und sechsjährigen Kindern, die noch kein ausgeprägtes Zeitgefühl haben, den Überblick über die Aktivitäten des Vormittags erleichtern. Wiederkehrende Rituale helfen ihnen, sich leichter in das Schulleben einzugewöhnen.

Die Arbeit und das Lernen in der Eingangsstufe sind gekennzeichnet durch feste Elemente und Arbeitsformen, die dem Lern- und Leistungsrhythmus der Altersstufe angemessen sind.:

- Morgenkreis/Schlusskreis

- Tagesplan

- Freies Spiel/ Freie Arbeit/ Wochenplanarbeit

 
2. Teamarbeit in der Eingangsstufe  

Jedes neue Eingangsstufenteam findet sich möglichst ein halbes Jahr vor der Einschulung der künftigen E 1-Kinder zusammen und bereitet den neuen Durchgang vor.

Während der folgenden beiden Eingangsstufenjahre liegt die Klassenführung beider Gruppen in der gemeinsamen Verantwortung des Teams.

Die enge Zusammenarbeit im Team erfordert die Fähigkeit und Bereitschaft, die eigene Arbeit darzulegen, sich mit anderen darüber auszutauschen, Probleme zu lösen, weiter zu lernen, Hilfen anzunehmen und zu geben sowie trotz individueller Gestaltung der Pädagogenrolle sich auf einen gemeinsamen Weg zu verständigen.

Die Kollegen treffen sich regelmäßig zu gemeinsamen Teamsitzungen. Hier werden sowohl Inhalte als auch methodisch – didaktische Vorgehensweisen und Absprachen für den Unterricht festgelegt, Elterngespräche, Elternabende und Klassenfeste geplant und vorbereitet.

In der erzieherischen und unterrichtlichen Arbeit wirken die unterschiedlichen Qualifikationen von Sozialpädagogen und Lehrern zusammen und ergänzen und bereichern sich gegenseitig (z.B. das Wissen um entwicklungsspezifische Besonderheiten der Altersgruppe und individuelle Fördermöglichkeiten sowie didaktisch – methodische und fachspezifische Kompetenzen).